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(von Werner Schulz)

Von Frau zu Frau Thema Krebs erörtert

Zur Unterstützung der Arbeit der Krebs-Selbsthilfegruppe „Von Frau zu Frau“ überreichte das Frauenbund-Führungsteam eine 250-Euro-Spende an die Vorsitzende Brigitta Schöner. V. l.: Gerlinde Siegert, Vortrags-Initiatorin Anita Ritz, Roswitha Wendl, Gitta Schöner und Irmgard Sellmeyer.
Von Frau zu Frau Thema Krebs erörtert

Hirschau. Brustkrebs ist weltweit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In den westlichen Industrienationen sind die Heilungschancen zwischenzeitlich sehr gut. Brigitta Schöner ist eine der vielen Frauen, die mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert wurde und nun – nach eigenen Worten – wieder gesund ist und als geheilt gilt.

Ihr persönliches Schicksal war und ist für sie Antriebsfeder, sich für an Brustkrebs und anderen gynäkologischen Tumoren erkrankte Frauen zu engagieren. Wie dieses Engagement konkret aussieht, darüber berichtete Brigitta Schöner „von Frau zu Frau“ bei einem Vortrags- und Diskussionsabend des Katholischen Frauenbundes im Pfarrheim. „Von Frau zu Frau“ heißt die von ihr 2006 mit ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe, zu deren Leitungstrio zusammen mit Hanni Grundt und Christina Lehmeier gehört. Zugleich ist sie seit 2009 Vorsitzende des 2002 auf Initiative von Professor Dr. Anton Scharl gegründeten „Fördervereins Frauengesundheit Oberpfalz e.V.“(FFGO). Die Referentin  vor Jahren selbst mit ihrer Familie in Hirschau wohnhaft – bekannte, dass sie nach der Diagnose Brustkrebs in ein tiefes Loch gefallen sei. Der Kampf gegen die Krankheit sei eine brutale Tortur gewesen – körperlich und psychisch. Acht Monate habe die Chemotherapie gedauert, bevor sie operiert werden konnte. 36 Bestrahlungen seien gefolgt. Zwischendurch habe sie ihren Geschmacksinn verloren, die Haare seien ausgefallen, auch Wimpern und Augenbrauen. Nach der Therapie und dem Krankenhausaufenthalt habe sie sich sehr verloren gefühlt. Zusammen mit zwei Leidensgenossinnen habe sie beschlossen, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Diese sei seit 2006 dem Dachverband der Bayerischen Krebsgesellschaft (BKG) angegliedert. Das Aufgabenfeld, dem an sich widme, sei vielfältig. So betreue man erkrankte Frauen während ihrer ambulanten Chemotherapie und begleite sie bei Arztbesuchen. Man kümmere sich auch um deren Angehörige, insbesondere um die Kinder. Häufig seien die Familien mit der Krankheit der Mutter oder Partnerin überfordert. „Bei uns finden sie ein offenes Ohr, Antworten auf viele Fragen, tröstende Worte und Halt, wenn alles zu schwer erscheint.“ Einmal im Monat halte man im Klinikum St. Marien Informationsveranstaltungen mit kompetenten Referenten zu den unterschiedlichsten Themen ab. Nach ihrer Aussage beschreite man derzeit neue Wege in der Krebstherapie. Man setze auf einen ganzheitlichen Behandlungs- und Betreuungsansatz, die sogenannte Integrative Onkologie. Mit dem Konzept wolle man zusätzlich zur hochmodernen Schulmedizin ein Angebot machen, bei dem Krebspatienten selbst aktiv werden können. Das Angebot reiche von psychoonkologischer Betreuung über traditionelle chinesische Verfahren bis zur Ernährungsberatung und speziellen Sport- und Bewegungstherapien. „Die drei Säulen dieser Methode sind Sport, Bewegung, Entspannung und Stressbewältigung, Ernährung und die Naturheilkunde.“

Im Anschluss an die Ausführungen nutzten die interessierten Zuhörerinnen die Gelegenheit zum Dialog mit Brigitta Schöner, ehe sie aus den Händen des Frauenbund-Führungstrios Roswitha Wendl, Irmgard Sellmeyer und Gerlinde Siegert eine 250-Euro-Spende zur Unterstützung der Arbeit der Selbsthilfegruppe in Empfang nehmen konnte, für die sie sich mit herzlichen Worten bedankte. 

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