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Stadt Hirschau  |  E-Mail: stadt@hirschau.de  |  Online: http://www.hirschau.de

(von Werner Schulz)

Feuerwehrkameraden 2016 gut 3 000 Stunden im Einsatz

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr konnte einer Reihe von Mitgliedern zu ihrer Beförderung gratuliert werden. V. l.: Vorstand Michael Schuminetz, Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kommandant Sebastian Jasinsky, Marina Schlaffer, Johannes Erras, Selina Panzer, Stefan Fehlner, Yvonne Funke, Nico Schuminetz, Bernhard Meyer, Sebastian Braun, Stellvertretender Kommandant Claus Meyer, Thomas Fehlner, Kreisbrandinspektor Karl Luber und Bürgermeister Hermann Falk.
Vorfreude auf das 150-jährige Gründungsjubiläum

Hirschau. Gut 3 000 Einsatzstunden, weitere rund 1 800 Stunden bei Unterrichten und Übungen – den Feuerwehrmännern und -frauen wurde 2016 wieder eine Menge abverlangt. Kommandant Sebastian Jasinsky hatte guten Grund, seiner 70-köpfigen Mannschaft bei der Jahreshauptversammlung für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement zu danken.

Der Rückblick auf 2016 und eine Reihe von Beförderungen waren die Hauptthemen bei der Veranstaltung im Florians-Stüberl des Feuerwehrhauses. Exakt 71 Einsätze, so Jasinsky, hatten die Aktiven letztes Jahr zu bewältigen, darunter 7 Verkehrsunfälle und 15 Brände. Der Rest unterteilte sich in Einsätze zur Verkehrsabsicherung, Fahrbahnreinigung nach Verkehrsunfällen, Beseitigung von Sturmschäden, Dienstleistungen für die Stadt und Sonstiges. Auch 12 Fehlalarme, teilweise ausgelöst durch defekte Brandmelder, waren zu verzeichnen. Rein rechnerisch war jeder Feuerwehrmann/jede Feuerwehrfrau ca. 43 Stunden im Einsatz. Die meisten Alarmierungen erfolgten zwischen 8 und 17 Uhr. Die Einsätze am Abend bzw. während der Nacht erforderten von den Freiwilligen nach einem normalen Arbeitstag eine besondere Kraftanstrengung. Dank sagte Jasinsky in diesem Zusammenhang der Stadt Hirschau und den Hirschauer Firmen, die die Feuerwehrleute für Einsätze und Lehrgänge freistellen. Die Firmen Conrad Electronic und Gottschalk wurden dafür bzw. ihre finanzielle Unterstützung mit der Auszeichnung des Landesfeuerwehrverbandes für besondere Verdienste um das Feuerlöschwesen belohnt. An Thomas Fehlner als Vertreter der Firma Gottschalk konnten Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kommandant Jasinsky die Urkunde persönlich überreichen. „Nur durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung bzw. durch die Freistellung von ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden zu Lehrgängen und Einsätzen ist es möglich, rund um die Uhr zum Schutz unserer Bürger und deren Hab und Gut einsatzbereit und schlagkräftig zu sein“ betonte KBR Weiß.

Der Kommandant betonte, dass die rund 1 800 Stunden für Unterrichte, Übungen und themenbezogene Einsatzübungen notwendig waren, um das hohe technische Niveau der Wehr zu gewährleisten. Sie muss für alle Notfälle gerüstet sein. Zu diesen gehören neben Bränden und Autounfällen ebenso Einsätze im Bereich Personenrettung mit der Drehleiter, Unwettereinsätze, Chemieeinsätze usw.. Als weitere Aktivitäten nannte Jasinsky die Brandschutzerziehung in den Kindergärten. Auch der Absperrdienst beim Lebendigen Adventskalender wurde wieder geleistet. Mehre Aktive besuchten Lehrgänge als Maschinisten und Gerätewarte sowie zur Absturzsicherung mit der Drehleiter und einen Motorsägekurs. Auch eine Leistungsprüfung „Löschaufbau“ wurde mit Erfolg absolviert. Mit Sebastian Braun, Hubert Fick, Elias Lottner, Yvonne Funke und Franziska Igl konnten fünf Neuzugänge begrüßt werden. Leider verließen drei Aktive die Wehr. Für die wichtigsten Beschaffungen, eine Wärmebildkamera, ein Gasmessgerät, einen Nasssauger für Unwettereinsätze, ein Schnelleinsatzzelt, zwei Rollwägen für den Versorgungs-LKW und einen Motortrennschleifer für das neue HLF 20, außerdem den Funkumbau im FW-Gerätehaus auf Digitalfunk wurden ca. 21 400 Euro ausgegeben.

Einen kurzen Überblick gab Jasinsky über den Stand der Neubeschaffung des Löschfahrzeugs HLF 20. Es soll Ende Juli 2017 ausgeliefert werden. Es wird von der Firma Rosenbauer auf einem MAN-Fahrgestell hergestellt und kostet ca. 380 000 Euro. Abzüglich der Förderung bleiben für die Stadt ca. 190 000 Euro. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit modernster Technik und umfangreicher Zusatzbeladung für die Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung. Das HLF wurde in einer Interkommunalen Partnerschaft mit der FW Ebnath beschafft. So konnte man bei der Regierung einen höheren Zuschuss erreichen. Für die Planung waren viele Sitzungen und Treffen nötig. Die vier im Planungsausschuss vertretenen Kameraden investierten dafür über 160 Stunden. Auch die Jugendgruppe konnte über ein ereignisreiches Jahr berichten. Acht Jugendliche nahmen an der Jugendspange, dem Wissenstest 2016, dem Berufsfeuerwehralltag im Hirschauer Gerätehaus, dem Jugendzeltlager, dem Kartfahren und insgesamt 63 Unterrichten und Übungen teil.

Dem Kommandanten und Bürgermeister Hermann Falk war es eine angenehme Pflicht, einigen Aktiven zur Beförderung zu gratulieren. Selina Panzer und Yvonne Funke wurden zur Feuerwehrfrau befördert, Stefan Rieck, Sebastian Braun, Elias Lottner und Jakob Grünwald zum Feuerwehrmann, Bernhard Meyer, Stefan Fehlner, Thomas Wittmann, Johannes Erras, Tobias Fehlner und Nico Schuminetz zum Oberfeuerwehrmann sowie Sebastian Jasinsky und Claus Meyer zum Oberlöschmeister.

Seinen abschließenden Dank an alle Aktiven, Gruppenführer und Vorstandsmitglieder verband Jasinsky mit der Hoffnung, dass alle 2017 dieselbe Einsatzbereitschaft zeigen. Besonders erfreulich sei es für ihn, dass alle Einsätze und Übungen ohne Unfälle und Blessuren gemeistert wurden. Ein großer Dank galt der Stadt Hirschau und dem Stadtrat für die Unterstützung der Belange der Feuerwehr. Nur so könne man den Brandschutz und die vielfältigen Hilfeleistungen für die Stadt und ihre Bürger sicherstellen.

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