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(von Werner Schulz)

FU-Spende bei Wasserwacht und „Helfern vor Ort“ bestens aufgehoben

Als Empfänger des 600-Euro-Herbst-Flohmarkterlöses hatten die Mitglieder der CSU-Frauen-Union zu gleichen Teilen die Wasserwachtortsgruppe und die „Helfer vor Ort“ auserkoren. Bei der Spendenübergabe v. l.: Doris Weigl und Brigitte Gnan (beide stellv. FU-Vorsitzende), Michael Schmid und Sonja Kuhn (Vorsitzender und Jugendleiterin Wasserwacht), Daniel Reger und Johannes Sellmeyer (beide HvO-Leiter) und FU-Ortsvorsitzende Bärbel Birner.
FU-Spende bei Wasserwacht und „Helfern vor Ort“ bestens aufgehoben

Hirschau. Im September 2016 hielt die CSU-Frauen-Union ihren 39. Herbst-Flohmarkt ab. Als Empfänger des Erlöses hatte man die Wasserwacht und die „Helfer vor Ort“ auserkoren. Vor der Scheckübergabe wollten die FU-Mitglieder aber wissen, wofür man die beiden Organisationen in Hirschau braucht?

Seit der letzten Mitgliederversammlung wissen die CSU-Frauen Bescheid. Ihre Vorsitzende Bärbel Birner begrüßte dazu den Wasserwacht-Chef Michael Schmid und seine Jugendleiterin Sonja Kuhn sowie die beiden HvO-Leiter Daniel Reger und Johannes Sellmeyer. Schmid wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. Die Ortsgruppe zählt heute 284 Mitglieder, 75 sind jünger als 18 Jahre. Von allen Wasserwachtaufgaben nimmt die Bevölkerung primär die Aufsicht im Freibad Monte Kaolino wahr. Sie waren am 16. März 1970 der Anlass für die Gründung durch den damaligen Bademeister Alfons Schwinger. Zwischenzeitlich gehören zu den Aufgaben u.a. die Schwimm-, Rettungsschwimm-, Erste-Hilfe- und Sanitätsausbildung, Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, der Rettungs- und Wasserrettungsdienst und der Katastrophenschutz. 2013 war man z.B. bei den Hochwasserkatastrophen in Passau, Osterhofen, Deggendorf und Fischerdorf im Einsatz. Voraussetzung dafür, all das leisten zu können, sei ein hoher Ausbildungsstand. Die Ortsgruppe habe 53 Sanitäter/Wasserretter, 3 Rettungssanitäter, 3 Rettungsassistenten, 6 Rettungstaucher, 20 Motorbootführer, 4 Einsatzleiter und 2 Ärzte bzw. Notärzte in ihren Reihen. Alle Aufgaben würden ehrenamtlich erfüllt. In den Ausbau der Fahrzeughalle im alten Stadtbauhof hat man sich mit über 2 000 Arbeitsstunden eingebracht. Die Ortsgruppe müsse sich zu 100 Prozent selbst finanzieren. Das geschehe durch Mitgliedsbeiträge, Erlöse von Veranstaltungen sowie Spenden und Zuschüsse. „Wir sind für jeden Euro dankbar“, unterstrich Michael Schmid.

Ausschließlich auf Spenden angewiesen und zu 100 Prozent ehrenamtlich im Einsatz sind nach Aussage von Daniel Reger auch die „Helfer vor Ort“ (HvO). Gegründet wurden sie am 13. Oktober 2010. Mit den HvO sollte gewährleistet sein, dass im Falle, dass der in Hirschau stationierte BRK-Rettungswagen im Einsatz ist und ein weiterer Notfall im Einzugsgebiet Hirschau, Schnaittenbach und Gebenbach gemeldet wird, bei diesem schnellstmögliche qualifizierte Erste Hilfe geleistet werden kann. Außerdem unterstützt man den Rettungsdienst bei größeren Einsätzen. Derzeit stehen zwei Rettungsassistenten, ein Rettungssanitäter und ein Rettungshelfer rund um die Uhr zur Verfügung. Für die Helfer bedeutet das spürbare Freizeiteinschränkungen. Ihr Einsatz ist für Patienten wie Krankenkassen kostenlos, da keine Abrechnung erfolgt. Die Hirschauer HvO sind mit durchschnittlich 140 Einsätzen pro Jahr der einsatzreichste HvO im Landkreis Amberg-Sulzbach. Entsprechend wurde auch das Einsatzauto der HvO beansprucht. Der gebraucht gekaufte Smart hat bereits 90 000 Kilometer auf dem Buckel. Der Motor des „Rutscherls“ zeigt aufgrund der vielen Kaltstarts deutliche Verschleißerscheinungen. Daher spart man auf einen neuen Kleinwagen. „Die FU-Spende ist ein Baustein dafür. Wir hoffen, dass die FU noch einige Nachahmer findet, die uns den Fahrzeugkauf ermöglichen“, erklärten Daniel Reger und Johannes Sellmeyer.

Bärbel Birner fand bei ihren FU-Mitgliedern ungeteilte Zustimmung, mit ihrer Aussage, dass man wohl die richtigen Spendenempfänger ausgewählt hat. Dank sagte sie allen, die bei der Organisation und Durchführung des Flohmarktes mitgeholfen hatten, allen voran dem Ehepaar Renée und Dieter Hoffmann.

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