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(von Werner Schulz)

Eine Woche lang Wald mit allen Sinnen erlebt

Dass sich die Kinder in ihrem St. Wolfgang-Kindergarten und der Krippe wohlfühlen, steht außer Frage. Eine Woche lang machte ihnen das KiTa-Leben besonderen Spaß. Fünf Tage war für sie „Natur pur“ angesagt und ein Waldstück am Südwesthang des Kalvarienbergs tagsüber ihr Zuhause.
Eine Woche lang Wald mit allen Sinnen erlebt

Hirschau. Dass sich die Mädchen und Jungen in ihrem St. Wolfgang-Kindergarten und der Krippe wohlfühlen, steht außer Frage. Eine Woche lang machte ihnen das KiTa-Leben besonderen Spaß. Fünf Tage war für sie „Natur pur“ angesagt und ein Waldstück am Südwesthang des Kalvarienbergs tagsüber ihr Zuhause.

Die Kinder, so das Ziel von KiTa-Chefin Uta-Maria Kriegler und ihrem Erzieherinnen-Team, sollten dadurch zu einem achtsamen Umgang mit der Natur angehalten, ihre Konzentration, Beobachtungsgabe und Kreativität gefördert werden. Die Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenzen wurde ebenso angestrebt wie die Förderung motorischer Fähigkeiten, der Geschicklichkeit und des Gleichgewichtssinns durch die Bewegung auf dem unebenen Waldboden. Im Vorfeld wurden gemeinsam wichtige Verhaltensregeln vereinbart. Abfall wandert in die Brotzeittasche, Essen von Beeren ist verboten ebenso das Anfassen toter Tiere und das Klettern auf Bäumen oder Ästen.

Gleich der erste Tag verlief anstrengend. Beim Einrichten des Lagerplatzes mit den von Matthias Helm vom gleichnamigen Forstservice-Betrieb vorbereiteten Baumstümpfen und den Brettern aus dem Sägewerk Riß packten alle tatkräftig an. Manche Kinder begannen selbständig mit dem Bau eines Tipis. Tags darauf gingen die St. Wolfgang-Schützlinge – mit Naturbüchern ausgerüstet - auf Entdeckungstour. Käfer und Ameisen wurden genauso inspiziert wie das Moos, verschiedene Laubblätter und abgebrochene Äste. Heidenspaß hatten die Kinder beim Zapfenweitwurf, beim Auslegen von Naturmandalas und Lauschen von Entspannungsgeschichten. Am dritten Tag ging man gruppenweise mit Försterin Renate Feuchtmeyer auf Waldexkursion. Sie hatte ein Hirsch- und Rehgeweih mitgebracht, das nicht nur angeschaut, sondern sogar angefasst werden durfte. Neu war für alle, dass man frische Tannennadeln essen kann. Höchste Aufmerksamkeit herrschte, als man mit einem Stetoskop einem Baum beim Wassertrinken zuhörte und an Baumscheiben das Alter eines Baumes ermittelte. Die Wohnung eines Spechts wurde genauso beobachtet wie die Blindschleiche, die am Wegesrand entdeckt wurde. Ein aus dem Nest gefallener Kauz wurde in Ruhe gelassen, nachdem Försterin Feuchtmeyer erklärt hatte, dass die Eltern ihre Jungen oft selbst wieder dorthin zurückholen. Zum krönenden Abschluss der Waldwoche wurde ein Familienfest gefeiert. Nachdem die Kinder ihr Waldlied „Ich mag die Bäume“ und andere Naturlieder, teils mit Baumstammtrommeln begleitet, gesungen hatten, erzählten die Vorschulkinder den Gästen, was ihnen an der Waldwoche am besten gefallen hat. Dann durften die Familien, geführt von ihren jungen Waldexperten, die Lager und das Spielgelände erkunden. Als Highlight bewältigten Kinder und Erwachsene den vom Waldpädagogen Johnny Dietrich aufgebauten Kletterparcours. Dabei mussten sie u.a. genau schauen, welche Dinge nicht in den Wald gehören. Zum Finale erfüllten Jung und Alt gemeinsam die Liederwünsche der Kinder. KiTa-Leiterin Uta-Maria Kriegler lobte diese zum guten Schluss für ihr vorbildliches Verhalten. Ihr Dank galt dem „Waldesruh-Wirt“ Peter Schüsselbauer für die Nutzung der Gasthaustoiletten und dem Forstamt Schnaittenbach für das Spendieren der weit sichtbaren orangen Cappys.

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