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(von Werner Schulz)

Marien-Kindergärtler topfit in Sachen Feuerwehr und Brandschutz

Spätestens seit die Mädchen und Jungen des Marien-Kindergartens zusammen mit ihrer KiGa-Leiterin Christa Bauer (Mitte) und Gruppenleiterin Gisela Falk (l.) sich bei einer Besichtigung des Feuerwehrhauses vom FFW-Kommandanten Sebastian Jasinsky (r.) informieren ließen, macht den Kindern in Sachen Feuerwehr und Brandschutz so leicht niemand mehr ein X für ein U vor.
Marien-Kindergärtler topfit in Sachen Feuerwehr und Brandschutz

Hirschau. Den Kleinen des Marien-Kindergartens macht in Sachen Feuerwehr und Brandschutz so leicht keiner mehr ein X für ein U vor. Im März waren Kommandant Sebastian Jasinsky und sein Kollege Bernhard Meyer bei ihnen zu Besuch. Nun nahmen sie mit den beiden das Feuerwehrhaus und die dort untergebrachten Fahrzeuge und Gerätschaften unter die Lupe.

Staunende Gesichter gab es gleich bei der Besichtigung der großen Halle. Da steckten doch die Hosen der Feuerwehrleute schon in Stiefeln! In der Kinderrunde gab es ein allgemeines Kopfnicken, als Kommandant Jasinsky erklärte, dass im Ernstfall jede Sekunde zähle und die Feuerwehrleute so schnell wie möglich ihre Einsatzkleidung anhaben müssen. Einleuchtend war auch, dass diese aus einem besonderen Material sein muss. Dass die Feuerwehr auch eine Werkstatt braucht, wurde den Gästen klar, als sie beim Reparieren einer Wasserpumpe zusehen konnten. Gespannt lauschten sie den Erzählungen des Kommandanten über einen Großeinsatz in einem Nachbarort vor wenigen Tagen, als er ihnen die Schlauchwaschstraße und den Schlauchturm zeigte, wo nach jedem Einsatz die Schläuche gewaschen und sämtliches Material auf seine Einsatzbereitschaft überprüft wird. Damit war das Stichwort geliefert, den Kindern bewusst zu machen, dass die Feuerwehr nicht nur zu Bränden ausrückt, sondern – wie ein Boot in der kleinen Halle veranschaulichte - bei vielen anderen Not- und Katastrophenfällen hilft. Dass manche davon durch Unachtsamkeit und Gedankenlosigkeit heraufbeschworen wird, verdeutlichte Jasinsky am angesichts der andauernden Trockenheit am Thema Waldbrandgefahr. Man dürfe z.B. keine Flaschen wegwerfen, weil das Glas wie eine Lupe wirkt und in kürzester Zeit dürres Gras entzünden kann. Autofahrer dürfen ihre Fahrzeuge mit heißen Katalysatoren nicht über leicht entflammbaren Materialien parken. Verheerende Folgen könne auch das Wegwerfen einer Zigarettenkippe haben. Nachdem man im Büro den eingehenden Funksprüchen gelauscht hatte, wurde eines der Feuerwehrautos gründlich inspiziert. Der Kommandant öffnete jedes noch so kleine Fach und erklärte die einzelnen Werkzeuge und ihre Verwendung. Um die Neugierde der Kinder zu stillen, durften diese die Knöpfe, Hebel, Materialien und Gerätschaften eigenhändig betätigen – ein Unterfangen, das beim Rettungsspreizer angesichts seines Gewichts nicht gerade einfach war. Absolutes Highlight des Besuches war natürlich die Fahrt mit dem Rettungskorb der Drehleiter hinauf in luftige Höhen. Die Kinder waren hellauf begeistert davon, mit „Florian Hirschau 30/1“ – so der Rufname der Drehleiter - hoch über dem Feuerwehrgebäude zu schweben. Kaum hatte sich KiGa-Leiterin Christa Bauer bei Sebastian Jasinsky und Bernhard Meyer für die ebenso interessante wie kindgemäße Führung mit einem bayerischen Brotzeitkorb bedankt, wurden die Marien-Kindergärtler Zeugen eines echten Alarms. Aus sicherer Entfernung konnten sie live beobachten, wie schnell die Feuerwehrleute eintrafen und zu ihrem Einsatz ausrückten.

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