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(von Werner Schulz)

Drei Tage Kirwastimmung am Fuß des Rotbühl

Die zahlreichen Zuschauer klatschten reichlich Beifall für die Tanzdarbietungen der elf Kirwapaare, das galt für die Boarischen Figuren und Kutschen genauso wie für die Sternpolka und den Zwiefachn „Staamauer“.
Drei Tage Kirwastimmung am Fuß des Rotbühl

Weiher. Wenn in Weiher am ersten Juliwochenende Kirwa gefeiert wird, dann ist beste Stimmung garantiert. Jahrzehntelang feierte man das Brauchtumsfest mitten im Dorf. Zuerst beim „Kaspern“, dann beim „Müllner“ und seit 2009 auf dem Sportplatz am Fuß des Rotbühl. Der idyllische Fleck erwies sich zum neunten Mal als ideales Festgelände.

Die ursprünglich tristen Wetterprognosen bewahrheiteten sich nicht. Kurz vor dem Aufstellen des 28 Meter hohen, von der Kirchenverwaltung gestifteten Kirwabaums ging noch ein Regenschauer nieder. Ab dann hatte St. Petrus ein Einsehen mit den Kirwaveranstaltern, den Weiherer Kirwaleit und der Freiwilligen Feuerwehr. Der abendliche Auftakt hätte nicht besser sein können. Das Trio „D'Boazn Briada" feierte in Weiher eine Kirwapremiere par excellence. „Einfach bombastisch!“, kommentierten die Gäste den Auftritt der drei Musikanten, die ihr Publikum mit ihren Darbietungen förmlich mitrissen. Der Auftrag an die Veranstalter: „Döi drei möißt’s für nächt’s Johr glei wieder vopflicht’n!“ Der Sonntag begann traditionsgemäß mit einem Festgottesdienst. Er wurde von Stadtpfarrer Hans-Peter Bergmann in der Dorfkirche Mariä Opferung zelebriert. Wie es sich gehört, waren die elf Kirwapaare bei der Messfeier komplett präsent. Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrer Bergmann war das Zitat aus dem Hohen Lied „Steh auf, meine Freundin, eile und komm!“, das über dem Altarbild der Weiherer Kirche geschrieben steht. Man könnte es als Einladung zur Feier des Kirchweihfestes nehmen - noch dazu, wo Jesus im Sonntagsevangelium fordert, niemanden mehr zu lieben als ihn. Keiner dürfe den andern fernhalten von Gott. Es gelte miteinander als neue, in Christus lebende Menschen vor ihn hinzutreten, den anderen mitzunehmen, dies nicht nur als Kirwapaare.

Zum Mittagessen bot der Hanauer Sepp eine Speisenkarte vom Feinsten. Sie reichte von der Currywurst über Schnitzel bis zum Schweinebraten. Kurz nach 15 Uhr marschierten die Kirwapaare - angeführt von den „Allerscheynst’n“ - auf dem Sportplatz zum Baumaustanzen ein. Seit Wochen hatten die Boum und Moidln unter der Regie von Dieter Kohl fleißig dafür geübt - dies mit Erfolg. Die zahlreichen Zuschauer klatschten reichlich Beifall für die Boarischen Figuren, die Kutschen, die Sternpolka und den Zwiefachn „Staamauer“. Der abschließende Ehrenwalzer endete mit der Krönung von Stefanie Marxner und Maximilian Heinrich zum neuen Ober-Kirwapaar. Ab dem Spätnachmittag sorgte Alleinunterhalter Michael Demleitner bis in die Abendstunden für Stimmungsmusik. Emotional wurde es im Zelt, als er verkündete, heuer letztmalig bei der Weiherer Kirwa gespielt zu haben. Am Kirwamontag fanden sich viele Gäste zum Mittagessen ein, darunter viele Firmen- und Behördenvertreter. Rund ging es dann im Dorf beim Kirwabärtreiben. Dieses Mal erwischte es den Ex-Oberkirwaburschen Michael Glaser. Er wurde wie gehabt mit Köichln und Bier besänftigt. Beibehalten wurde auch die Tradition, das Treiben mit dem Baden im Dorfweiher zu beschließen, um die schwarze Farbe wieder loszuwerden. Abends war es an den „Hopfenzupfern”, für Stimmung zu sorgen. Letzter Akt war die Verlosung des Kirwabaums und weiterer Sachpreise. Der Baum blieb in Weiher. Er gehört nun Nicole Ott.  

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