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Stadt Hirschau  |  E-Mail: stadt@hirschau.de  |  Online: http://www.hirschau.de

(von Werner Schulz)

4. Klasse der GS Hirschau erkundete mit Josef Kohl den Steinbruch am Mühlberg

Die Klasse 4 der GS Hirschau mit Klassenleiter Josef Schmaußer (links hinten) und Wanderführer Josef Kohl (Bildmitte) vor der beeindruckenden Wand des ehemaligen Steinbruches am Mühlberg bei Träglhof im Stadtgebiet Hirschau.
4. Klasse der GS Hirschau erkundete mit Josef Kohl den Steinbruch am Mühlberg

Hirschau/Träglhof. Eine wichtige Aufgabe des Heimat- und Sachunterrichtes an den Grundschulen ist die Vermittlung von Wissen über die nächste Heimat. Nur wer über die Geschichte, Besonderheiten und Schönheiten der nächsten Umgebung Bescheid weiß, wird sich vielleicht auch später einmal für seinen Lebensraum engagieren.

Die 4. Klasse der GS Hirschau mit  Klassenleiter Konrektor Josef Schmaußer erlebte vor kurzem eine besondere Reise in die Erdgeschichte der nächsten Heimat. Josef Kohl aus Massenricht, Mitglied des Oberpfälzer Waldvereins, zeigt seit vielen Jahren einen vorbildlichen Einsatz, um vor allem die geologischen Besonderheiten der Region besser ins Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern. Er führte die Kinder an diesem Tag zu den ehemaligen Steinbrüchen am Mühlberg bei Träglhof/Massenricht. Mit Steinen aus diesem beeindruckenden Geotop wurden jahrhundertelang, bis 1893, die Mühlen in der nahen und weiteren Umgebung mit Mahlsteinen versorgt. Die Brüche liegen an einer Altstraße, vielleicht an einem Zweig der „Goldenen Straße“. Vor ca. 90 Millionen Jahren transportierten Flüsse die Verwitterungsprodukte des Fichtelgebirges und des Oberpfälzer Waldes in unsere Region. Entlang der Freihunger Störung wurden die ursprünglich horizontal abgelagerten Schichten verkippt und teilweise steil aufgestellt. Durch kieselsäurehaltige Lösungen wurden die Sande zum Quarzsandstein, auch „Quarzit“ genannt, verkittet.

Eindrucksvoll und anschaulich schilderte Josef Kohl die erdgeschichtlichen Abläufe und erzählte von der schweren Arbeit der Steinbrecher.

Josef Kohl ist es ein Anliegen, dass die Öffentlichkeit erfährt, dass auch zu den tschechischen Nachbarn eine gute Zusammenarbeit besteht und diese ähnliche Projekte unterstützen und verzahnen.

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