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(von Werner Schulz)

Heldenstammtisch-Autor Werner Asam bei Festspielpremiere dabei

Zum siebten Mal präsentiert der Festspielverein ab heute auf der Freilichtbühne im Hof des Pflegschlosses die „Hirschauer Stückl-Festspiele“. Dieses Mal steht das bayerische Volksstück „Der Heldenstammtisch“ aus der Feder von Werner Asam auf dem Spielplan. In den Hauptrollen sind bekannte Gesichter zu sehen. V. l.: Dieter Held (Bräu), Hati Ackermann (Bürgermeister), Roland Fritsch (Posthalter) und Christian Gnan (Kriegervorstand).
Heldenstammtisch-Autor Werner Asam bei Festspielpremiere dabei

Hirschau. Heute heißt es um 20.30 Uhr im Schlosshof Bühne frei zur Festspielpremiere 2017. Bei den „7. Hirschauer Stückl-Festspielen“ steht das bayerische Volksstück „Der Heldenstammtisch“ von Werner Asam auf dem Spielplan. Der Autor wird heute selbst zu der Aufführung erwartet.

Dem Festspielverein mit seinem Vorsitzenden Altbürgermeister Hans Drexler ist es zu verdanken, dass die Oberpfälzer Festspiellandschaft seit 2005 alle zwei Jahre um den originellen Farbtupfer der „Stückl-Festspiele“ reicher ist. Nach „Die Erbschaft“ (2005), „Die Steingutfabrik“ (2007), "S´Braufieber“ (2009), „Exerziert is glei“ (2011), „Das Klosterkindl“ (2013) und „Der Glockenkrieg“ (2015) heißt es von heute an bis 6. August an neun Abenden Bühne frei für den „Heldenstammtisch“. Regie führen Hans Drexler und Verena Bauer. Auch im neuen Stückl wird deutlich, dass die Hirschauer über Generationen hinweg als die Schildbürger der Oberpfalz gegolten haben, wie schon 1619 in der „Descritio Scheppenstatii“ zu lesen ist. Dort heißt es: „Deren lächerliche Thaten werden soviel und mangerley herumgetragen, das sie theils den Schildbürgern, theils den Hirschauer zugeschrieben werden.” Wie bisher werden nicht einfach angebliche Schelmenstreiche aneinandergereiht, sondern in die Handlung integriert. Insider werden z.B. das Stückl vom „Bürgermeister, der mit seiner Hose redet“ oder von „der Fußverwechslung“ wiederfinden. Auch die aktuellen „Hirschauer Stückln“ vom neuen Markplatzbrunnen und vom Lalehaus sorgen bei den Akteuren für Aufregung.

 

Der Inhalt

Posthalter Ignaz Kaitmeier (Roland Fritsch), Bräu Wiggerl Wochinger (Dieter Held), Bürgermeister Schorsch Lackner (Hati Ackermann) und Krieger-Vorstand Josef Lindinger (Christian Gnan) feiern jedes Jahr den Tag, an dem sie beim Krieg gegen die Franzosen mit dem bayrischen Armeekorps Orleans erstürmt haben. Da taucht die hübsche Isabella (Christina Wisneth) auf, Tochter der früheren Magd beim Bräu. Denkbar, dass einer der vier Helden ihr Vater ist. Davon will – zunächst - keiner etwas wissen. Das ändert sich, als bekannt wird, dass Isabella eine große Wiese erben soll. Auf einmal hat sie vier Väter, weil bei einem Wiesenverkauf der leibliche Vater zustimmen muss. Prekär wird es für den Bräu, als sein Sohn Rudolf (Markus Dittrich) sich in Isabella verliebt. Er muss eine Liaison zwischen den potentiellen Geschwistern verhindern. Es geht hoch her im Ort. Bei einer Rauferei wird die Einrichtung der Wirtsstube zerschlagen. Da treten die Frauen der Helden auf den Plan. Kaitmeiers Haushälterin Aurelia (Kerstin Ackermann), Anneliese Wochinger (Saskia Krügelstein), Hedwig Lackner (Corinna Falk) und die Französin Julie Lindinger (Meike Birner) übernehmen das Regiment. Es wird immer turbulenter. Mit dabei sind eine Hühnerschar von Fritzi Dobmeyer und Ziegen von Katharina Stein. Mitglieder des Musikzugs und Georg Kustner mit seiner Diatonischen sorgen für die passende Musik. Die Besucher dürfen sich darauf einstellen, dass ihre Lachmuskeln gehörig strapaziert werden.

Vorstellungsbeginn ist um 20.30 Uhr, Einlass und Bewirtung im Schlossvorhof ab 18.30 Uhr. Dies gilt auch am morgigen Samstag für die zweite Aufführung. Eintrittskarten bzw. Gutscheine gibt es im Reisebüro am Markt, Hauptstraße 50, oder online bei „NT-Ticket.de“ bzw. einer der vielen Vorverkaufsstellen, Restkarten an den Spieltagen an der Abendkasse. In den Reihen 1 bis 9 kosten sie im Vorverkauf 14 Euro, in den Reihen 10 bis 15 sind es 12 Euro, an der Abendkasse 16 bzw. 14 Euro.

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