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(von Werner Schulz)

Trachtler feierten ihr 70-Jähriges mit Gartenfest

Mit einem Gartenfest feierte der Heimat- und Trachtenverein am 23. Juli sein 70-jähriges Bestehen. Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung der beiden Gründungsmitglieder Emil Engelhardt, dem heutigen Ehrenvorsitzenden, und Max Häusler sowie die von Edwin Steinl, dem ehemaligen Vorstand, von Karl Merkl und von Maria Krös. V. l.:2. Vorstand Gaston Lottner, 2. Bürgermeister Josef Birner, Maria Krös (20 Jahre), Vorstand Michael Meier, die Gründungsmitglieder Emil Engelhardt und Max Häusler, Edwin Steinl (50 Jahre), Stellvertretender Gauvorstand Alfred Kerschner und Karl Merkl (50 Jahre).
Trachtler feierten ihr 70-Jähriges mit Gartenfest

Hirschau. In Hirschau gilt er als Inbegriff und Aushängeschild für echte Traditionspflege - der Heimat- und Trachtenverein. Am Sonntag, 23. Juli, feierten die Trachtler mit einem Gartenfest im Biergarten des Josefshauses ihr 70-jähriges Bestehen – mit dabei der Patenverein „D’Ehenbachtaler“ aus Schnaittenbach.

Der Besuch des Buchbergfestes 1947 war für einige junge Männer der Anlass, am 20. September, eine Plattlergruppe ins Leben zu rufen. Gründungsmitglieder waren (nach mündlicher Überlieferung): Alfons Birner, Wendelin Birner, Sepp Dolles, Emil Engelhardt, Hermine Siegert (Engelhardt), Frieda Staudigl (Duschner), „Bert“ Forster, Max Häusler, Sepp Häusler, Ernst Kummer, Karl Mader, Lotte Meyer (Öhl), Berta Prößl (Mader),  Fritz Streber, Hans Weich, Rosa Held (Kahrweg) und Schorsch Held. Ursprünglich führte der Verein die Bezeichnung „Volkstrachtengruppe Enzian“.

Beim Jubiläumsgartenfest wollte sich Vorstand Michael Meier bewusst nicht genauer auf die Vereinsgeschichte eingehen. An seiner jungen Vorstandsmannschaft, von denen viele von Kindesbeinen an dem Verein angehören, lasse sich erkennen, dass es den Vorgängern gut gelungen sei, Werte weiterzugeben, für die die Trachtler stehen. Die heute Verantwortlichen stünden vor der Frage, wie es in der modernen Welt gelingen kann, Tracht und Tradition für Kinder und Jugendliche interessant zu machen. Gerade in einer schnelllebigen Welt des Wandels, sei es wichtig, sich seiner Wurzeln zu besinnen. Er versicherte, dass er zusammen mit seinem Vorstandsteam mit viel Idealismus für die Trachtensache einstehen werde.

2. Bürgermeister Josef Birner, selbst seit 45 Jahren Trachtenvereinsmitglied, überbrachte die Glückwünsche der Stadt und wünschte den Trachtlern für die Zukunft alles Gute. Sein besonderer Dank galt den Gründungsmitgliedern und der aktuellen Vorstandschaft um Michael Meier. Die Heimat- und Volkstumspflege bezeichnete er als wichtigen Bestandteil der Stadt. Es sei wichtig zu wissen, woher man komme. Auch der 2. Gauverbandsvorsitzende Alfred Kerschner würdigte das Engagement der Hirschauer Trachtler. Ihr Verein zeichne sich durch eine vorbildliche Jugendarbeit aus und zähle zu den aktivsten im Gauverband.

Gemeinsam mit Vorstand Meier und seinem Stellvertreter Gaston Lottner nahmen die Ehrengäste die Ehrung der Gründungsmitglieder Emil Engelhardt - dem heutigen Ehrenvorsitzenden - und Max Häusler vor. Als Präsent gab es für die beiden Jubilare einen Wurstkorb. Das dritte noch lebende Gründungsmitglied Hermine Engelhardt (damals Siegert) war aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Für 50 Jahre Vereinstreue wurden der frühere Vorsitzende Edwin Steinl und Karl Merkl ausgezeichnet. Nicht dabei sein konnte der in Schottland lebende Josef Enderer. Maria Krös wurde für 20-jährige Vereinszugehörigkeit gedankt.

Die folgenden Tanzvorführungen zu den Klängen der Zoigl Musi ließen die Trachtlerherzen höher schlagen. Ganz besonders galt dies für den Auftritt der Trachtenzwergerln. Herzig anzusehen, wie sie ihren „Schimpftanz“, den „Hans Adam“ und den „Hans bleib dou“ präsentierten. Die Jugend- und Erwachsenengruppe tanzte das „Fensterl“, den „Woldjager“, den „Böhmerwaldlandler“ und den „Kaiserlandler“. Vom Patenverein „Ehenbachtaler“ wurden der „Achtertanz“, der „Brucktaler“, der „Woaf“, der „Kikeriki“ und die „Ennstaler Polka“ geboten. Für alle Darbietungen gab es reichlich Beifall. Bei der abschließenden „Sternpolka“ schwangen dann alle das Tanzbein, einschließlich einiger Gäste.

 

der Trachtenzwergerln, der Jugendtanzgruppe und der Ehenbachtaler. Zu den Klängen der Zoigl Musi machte bei der abschließenden Sternpolka außer den Tanzgruppen auch eine Reihe von Gästen mit.

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