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Stadt Hirschau  |  E-Mail: stadt@hirschau.de  |  Online: http://www.hirschau.de

(von Werner Schulz)

Hirschauer Trinkwasser von allererster Güte

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Dass das Hirschauer Trinkwasser von allererster Güte ist, erfuhren die Teilnehmer an der von der FU-Ortsvorsitzenden Stadträtin Bärbel Birner (vorne 3.v.l.) initiierten Besichtigung des Wasserwerkes an der Kommerzienrat-Dorfner-Straße von den beiden Wasserwarten Konrad Meyer (2.v.r.) und Sebastian Jasinsky (r.).

Hirschau. Seit Wochen verunsichern Schlagzeilen über eine zu hohe Nitratbelastung des Trinkwassers die Verbraucher. Wer Hirschauer Wasser trinkt, braucht sich nicht zu sorgen. Er konsumiert Wasser von allererster Güte. Stadträtin Bärbel Birners Fazit am Ende eines von ihr organisierten Wasserwerkbesuches: „Ich kaufe mir kein Mineralwasser mehr, ich trinke ab sofort unser Leitungswasser.“

 

Die anhaltende öffentliche Diskussion um die Trinkwasserqualität hatte die Ortsvorsitzende der CSU-Frauen-Union veranlasst, ihre Mitglieder zu einem Informationsbesuch in das Wasserwerk an der Kommerzienrat-Dorfner-Straße einzuladen. Mit den Wasserwarten Konrad Meyer und Sebastian Jasinsky standen der Besuchergruppe, zu der sich einige Männer gesellten, zwei Fachleute zur Verfügung, die – wie sonst niemand – über die Hirschauer Wasserversorgung Bescheid wissen. Bevor sie mit einer Fülle aktueller Daten aufwarteten, blendeten sie kurz in deren Geschichte zurück. Bis 1951 gab es in Hirschau keine Wasserleitung. Wer keinen eigenen Hausbrunnen hatte, musste sein Wasser per Handpumpen aus einem der 18 öffentlichen Brunnen entnehmen. In der Innenstadt befanden sich die Brunnen im unteren Marktplatz auf Höhe der Bäckerei Ritter, der nächste beim Apotheker-Eck, einer an der Südseite des Rathauses und einer an der Westseite des 1965 abgebrochenen Kommunbrauhauses, ein weiterer in der Klostergasse. Die Einweihung der Wasserleitung wurde am 31. August 1951 mit einem Wasserfest und einem Festzug gefeiert. In den Jahren 1951 bis 1953 wurde das Wasserwerk an der Schönbrunner Straße (jetziges Wohnhaus Kick) und der Brunnen I bei den jetzigen Hochhäusern errichtet. Deren Straßenbezeichnung „Am alten Brunnen“ rührt aus dieser Zeit. 1964 wurde der Brunnen II mit einer Tiefe von 130 Metern und 1966 der 100 Meter tiefe Brunnen III erschlossen, gleichzeitig der Brunnen I außer Betrieb genommen. 1979 wurde das jetzige Wasserwerk am Kahlhof errichtet und schließlich 2013 der Brunnen IV mit einer Tiefe von 110 Metern in Betrieb genommen. Aus ihnen werden jährlich ca. 380 000 m³ Wasser gefördert. Der Tagesbedarf schwankt zwischen 600 m³ und 1 900 m³. Das Wasserleitungsnetz hat eine Länge von rund 70 Kilometern. Da das Hirschauer Wasser kalkarm ist, kann in den Haushalten auf den Einbau von Wasserenthärtern verzichtet werden. Mit seiner Gesamthärte °dH 4,3 gilt es nach dem Waschmittelgesetz als „weiches Wasser“.

 

Meyer und Jasinsky betonten, dass kein anderes Lebensmittel so streng kontrolliert wird wie das Trinkwasser. In Hirschau wird es jährlich mindestens zwölfmal durch ein unabhängiges Labor auf seine Qualität untersucht. Die bundesweit gültige, auf der EU-Trinkwasserrichtlinie basierende Trinkwasserverordnung (TVO) legt zahlreiche Höchstwerte fest. In Hirschau werden die Grenzwerte bei sämtlichen Parametern deutlich unterschritten, so z.B. auch beim Nitratgehalt. Er darf 50 Milligramm pro Liter Wasser betragen. In Hirschau wird mit 18,5 mg/l nicht einmal die Hälfte des zulässigen Nitrat-Grenzwerts erreicht. Der Eisengehalt beträgt 0,01 mg/l (Grenzwert: 0,2 mg/l), der Mangangehalt liegt unter 0,003 mg/l (Grenzwert: 0,05 mg/l), Nitrit werden weniger als 0,005 mg/l gemessen (Grenzwert: 0,5 mg/l), bei Blei unter 0,001 mg/l (Grenzwert: 0,01 mg/l) und bei Kupfer 0,001 mg/l (Grenzwert: 2 mg/l). Mit seinem Natriumgehalt von 3,85 mg/l (Grenzwert: 200 mg) schlägt es de facto fast jedes Mineralwasser. Angesichts dieser Werte sei es selbstverständlich, dass das Hirschauer Trinkwasser nicht gechlort wird. Nahezu gleiche Werte habe auch das Trinkwasser aus den Brunnen der Mimbacher Gruppe. Von dieser werden die Ortsteile Weiher, Steiningloh, Urspring, Krondorf, Burgstall und Krickelsdorf versorgt.

Am Ende der Besichtigung stand das allgemeine Fazit: „Das Hirschauer

 

Trinkwasser ist nicht nur von allererster Güte, sondern sogar ausgesprochen gesund.“ Bärbel Birner bedankte sich bei den Wasserwarten mit kleinen Präsenten für die hoch interessante Führung und zollte beiden Anerkennung für die überaus gewissenhafte Erfüllung ihrer Aufgaben zur Sicherung der Hirschauer Wasserversorgung.

 

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Die Einweihung der Wasserleitung wurde am 31. August 1951

mit einem Wasserfest und einem Festzug gefeiert. Er führte

nach dem Gottesdienst zur Pumpanlage in der Schönbrunner

Straße, wo Geistl. Rat Zeitler die Segnung vornahm. Dann

bewegte sich der Festzug durch die Stadt zum Hochspeicher

am Kalvarienberg. Im Bild v. l.: Arbeitsamtsdirektor Schreiber,

Stadtpfarrer Geistlicher Rat Zeitler, Landrat Dr. Winkler,

Stadtrat Ritter, Bürgermeister Lederer und Stadtrat Schwinger.

 

 

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