(Fritz Dietl)

30 Jahre Wiedervereinigungs-Linde in Massenricht

Linde an der Rödlaser Berghütte erinnert an einen historischen Tag für Deutschland.

30 Jahre Wiedervereinigungs-Linde in Massenricht

Nach 30 Jahren trafen sich einige der Initiatoren der Pflanzaktion wieder bei der Wiedervereinigungs-Linde an der Rödlaser Berghütte (von links): Hans Wisgickl, der frühere Vorsitzende des OWV Massenricht und ehemalige Kreisheimatpfleger, Hermann Frieser, Helmut Prösl und Josef Luber.

Massenricht. Die friedliche Revolution in der DDR führte zum Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland und beendete die vier Jahrzehnte der deutschen Teilung. Offiziell vollzogen wurde diese Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Seitdem wird jedes Jahr an diesem Datum, der Tag der Deutschen Einheit gefeiert und er löste den bis dahin in der Bundesrepublik Deutschland geltenden 17. Juni als deutschen Nationalfeiertag ab.

Zur Erinnerung an diesen ersten gemeinsamen Nationalfeiertag wurden damals im ganzen Land Bäume gepflanzt, als Zeichen des Zusammenwachsens, so auch in Massenricht. Mitglieder des OWV (Oberpfälzer Waldverein) Massenricht und der örtlichen CSU pflanzten eine Linde, an der Rödlaser Berghütte. Der Baum stammt aus einem Massenrichter Waldstück. Wie bei der Wiedervereinigung auch, hatte der Baum Höhen und Tiefen. Vor ca. 10 Jahren erlitt die Linde im Frühjahr einen Frostschaden, die Rinde platzte auf. Nach einer Behandlung vernarbte der Schaden vollständig und aus dem kleinen Bäumchen wuchs in 30 Jahren ein stattlicher Baum heran.

In Vorbereitung ist eine Tafel, die vor der Linde angebracht werden soll. Sie zeigt die Bilder von 1990 und 2020 und dem Hinweis, dass es in Massenricht neben der Friedenseiche von 1871 auch einen Erinnerungsbaum an die Wiedervereinigung gibt. Möge die Linde, wie die Wiedervereinigung auch, weiterhin wachsen und gedeihen.

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