(Gerhard Fleischmann)

Plan für Solarpark „Träglhof“ vorgestellt - Ortsteilbeauftragte wieder gewählt

Plan für Solarpark „Träglhof“ vorgestellt - Ortsteilbeauftragte wieder gewählt

Bürgermeister Hermann Falk rechts mit den drei wiedergewählten Ortssprechern von links Richard Wiesneth Krickelsdorf, Hans Scharl Burgstall, Josef Biehler Krondorf

Hirschau. In Massenricht tut sich einiges. Die Schreinerei Fellner möchte erweitern und ETF Solutions, vertreten in der Sitzung durch Stefan Fellner und Maximilian Burger möchte den bereits im Jahr 2018 beantragten Solarpark am Träglhof umsetzen. Aus der letzten nicht öffentlichen Sitzung wurde bekannt gegeben, dass die Stadt Hirschau das Erbe von Josef Schmid, ehemals wohnhaft in der Klostergasse, angenommen hat. Beauftragt wurde auch der Umbau der Solaranlage im Freizeitpark Monte Kaolino durch das Ingeneurbüro Schubauer mit einer Projektsumme von 180000 Euro.

In Sachen Photovoltaik sind die Stadträte nach der inzwischen dritten Vorstellung einer im Stadtgebiet geplanten Anlage gut informiert. Die Anlage am Träglhof soll neben der Stromerzeugung von etwa drei Megawatt im Jahr der benachbarten Firma ETF-Solutions auch als Referenzprojekt dienen, bei drei Hektar bebauter Fläche. Es sollen zu Demonstrationszwecken für interessierte Neukunden verschiedene Kollektoren und Arten der Aufständerung zum Einsatz kommen. Das Gelände wird rundum eingezäunt, der durchschneidende Feldweg bleibt für alle befahrbar. Die gewonnene Energie deckt den Bedarf von 1060 Haushalten, 3420 Tonnen Kohlendioxid werden eingespart. Die Pflege der Grasfläche sollen Schafe übernehmen, notwendige Ausgleichsmaßnahmen können auf dem Grundstück erfolgen. Auch das Aufstellen von Bienenkästen ist eine Option. Die anfallende Gewerbesteuer bliebe voll in Hirschau. Auch in der Planungsphase kämen keine Kosten auf die Stadt zu, ein eventueller Rückbau sei über eine Bürgschaft abgesichert. Aus allen Fraktionen kamen positive Rückmeldungen, sogenannte Dünnschichtmodule würden nicht verwendet stellten die Projektanten auf Nachfragen fest. Johanna Erras-Dorfner Freie Wähler und Christian Feja von den Grünen schlugen vor auch höher aufgeständerte Module mit zu verbauen, darunter sei mehr Landwirtschaft möglich. Josef Birner SPD meinte, das wirke massiver und werde wohl von den Bürgern auch wegen der besseren Sichtbarkeit der Anlage nicht gut geheißen. Wie zu den beiden weiteren Projekten soll auch zu diesem als erstes eine Bürgerinfo stattfinden.

Aufgrund der geplanten Erweiterung der Fellner Schreinerei e.K. in Masssenricht muss ein Bebauungsplan aufgestellt und der Flächennutzungsplan geändert werden. Beauftragt wurde das Planungsbüro Lösch aus Amberg, die Kosten liegen beim Bauherrn.

Bürgermeister Hermann Falk stellte die wieder gewählten Ortsprecher vor. In Burgstall übernimmt das Amt weiterhin Hans Scharl, in Krickelsdorf Richard Wiesneth und in Krondorf Josef Biehler. Die Ortssprecher stellten ein wichtiges Bindeglied der Ortsteile, die mit keiner Stimme im Stadtrat vertreten seien, dar. Es sei ein Antrag zu stellen, den 30% der Wähler des Ortsteils unterstützen müssten. Aus den Ortsteilen Weiher und Steiningloh sei bislang kein entsprechender Antrag eingegangen. Die SPD-Fraktion meinte, man solle seitens der Stadt nochmals Kontakt aufnehmen.

Josef Birner fragte wegen der Gefahr durch umstürzende Bäume bei Sturm am Campingplatz an. Es sollte der Schutzstreifen rund um das Gelände erweitert werden. Man sei an der Fragestellung dran, so der Bürgermeister.

Zum Sachstand der geplanten E-Tankstellen in der Innenstadt und am Edeka-Parkplatz erkundigte sich Günther Amann. Man sollte dort möglichsat auch E-Bikes laden können, ergänzte Josef Birner. Christian Feja brachte ein, das Laden an der Säule am Monte-Parkplatz sei zu teuer und auch zu langsam, es gebe bessere Technik. Beide Projekte seien in der Ausschreibungsphase erwiderte Bauamtsleiter Martin Beck, bei den Projekten blieben jährlich ein paar tausend Euro Unterhaltskosten bei der Stadt.

Positiv sah Wolfgang Bosser das Ansähen von Gras auf leeren Grabstellen am Friedhof. Allerdings hätte man davor die vorhandenen Unebenheiten ausgleichen sollen.

Christian Feya regte an neben der Boulebahn an der Stadtmauer noch ein Tischtennisplatte aufzustellen, Tobias Meindl könnte sich gut auch noch weitere Geräte oder Spielmöglichkeiten vorstellen.

Drucken